Busunternehmen in Corona: Gefahr für den ÖPNV?

Busunternehmen wie die Firma Weihrauch-Uhlendorff haben ein großes Problem, das mit seinen Auswirkungen unterm Strich uns alle hier vor der Haustür treffen kann. Seit Mitte März sind Fernreisen mit dem Bus, beispielsweise als Tagesfahrten oder Rundreisen über mehrere Tage, schlicht nicht mehr möglich. Das ist aufgrund der Corona-Pandemie auch verständlich, birgt aber eine Gefahr: Unternehmer wie Horst Weihrauch bieten nicht nur diese Reisen an, sondern sind in unserer Region eine wichtige Säule im Öffentlichen Personen-Nahverkehr. Geraten solche Unternehmen in Schieflage, bringt das unseren ÖPNV in Gefahr. Und das, wo beispielsweise in Northeim im April lange Zeit zum Schutz der Busfahrer fast keine Fahrkarten verkauft wurden.

Ebenso unverständlich sind die Hygieneauflagen des Landes für diese Branche. Im Flugzeug können alle Plätze belegt werden, im Fernverkehr der Bahn oder bei Fern-Linienbussen wie Flixbus ebenso. Hier gibt es für diese Anbieter nur Empfehlungen, Abstände einzuhalten. Der vorgeschriebene Sicherheitsabstand gilt aber verpflichtend nur beim Ein- und Aussteigen. Für touristische Busreisen wie Städtetouren oder Vereinsfahrten gelten aber sowohl der Mindestabstand (jede zweite Reihe muss frei bleiben etc.) als auch die Maskenpflicht für die Reisenden während der gesamten Reise. Das sorgt wiederum dafür, dass sich solche Busreisen meist wirtschaftlich kaum lohnen. Außerdem empfinden es viele Reisende als unangenehm, über Stunden eine Maske tragen zu müssen.
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